Übersicht Netznutzung

Seit 29.04.1998 kann jeder Kunde seinen Stromlieferanten frei wählen. Ermöglicht wird dies durch das Energiewirtschaftsgesetz vom 24. April 1998, das den Netzzugang in der öffentlichen Stromversorgung regelt. Es wurde am 24.05.2003 novelliert und ist in der Fassung vom 13.07.2005 inkl. der hierzu erlassenen Rechtsverordnungen gültig.

Durch das zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes und den dazu erlassenen Rechtsverordnungen steht die Gleichbehandlung aller Netznutzer, vor allem der Lieferanten, im Vordergrund. Der Transport der elektrischen Energie erfolgt über das Netz der Müller Mühle GmbH & Co. KG Elektrizitätswerk Tauberrettersheim.  Aufgrund von Änderungen des Ordnungsrahmens oder von Marktentwicklungen behalten wir uns vor, eine Anpassung der Preise und Regelungen vorzunehmen.

Die Abwicklung erfolgt nach objektiven, transparenten und diskriminierungsfreien Kriterien.

Netzanschluss

Hier erhalten Sie allgemeine Informationen, technische Normen, sowie bauliche Vorraussetzungen zum Anschluss an das Netz der Müller – Mühle GmbH & Co. KG.

Netzzugang

In diesem Bereich erhalten Sie die nach dem Energiewirtschaftsgesetz geforderten Bedingungen und Musterverträge für den Netzzugang.

Netzentgelte

Die Nutzung des Netzes der Müller - Mühle GmbH & Co. KG ist kostenpflichtig, die zurzeit geltenden Preisblätter zur Netznutzung finden Sie in dieser Rubrik.

Grundversorger

Hier erfolgt die Bekanntmachung des Grundversorgers nach § 36 Abs. 2 des Energiewirtschaftsgesetzes.

Speicherheizung

An dieser Stelle stellen wir für Sie Informationen zur Netznutzung für Speicherheizungen bereit.

Niedertarifzeiten

Hier finden Sie Informationen zu den Niedertarifzeiten.

Ersatzversorgung

Nähere Informationen zur Ersatzversorgung erhalten Sie hier.

Ansprechpartner

Sie sind auf der Suche nach einem Ansprechpartner rund um das Thema Netznutzung? Hier finden Sie die erforderlichen Kontaktdaten.

Netznutzungsentgelte

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Netzinfrastruktur

Hier handelt es sich um die Vorhaltung und die Instandhaltung von Leitungen, Schaltanlagen, Transformatoren u.s.w..
 

Systemdienstleistungen

Dies umfasst den sicheren und zuverlässigen Betrieb des Gesamtsystems der Netze; dazu gehören die Frequenz- und Spannungshaltung sowie Betriebsführung.
 

Elektrische Übertragungsverluste

D.h. die beim Transport von elektrischer Energie entstehenden Verluste bis zur Entnahmestelle des Netzkunden.

Die Preise für die Netznutzung bei Kunden mit ¼-h-Lastgangzählung (Kunden mit Leistungsmessung) sind im
Preisblatt 1 angegeben und zwar in Abhängigkeit von der Jahresbenutzungsdauer

von kleiner gleich 3000 h/a bzw.
von mehr als 3000 h/a

Für Netzkunden mit einer zeitlich begrenzten hohen Leistungsaufnahme, der in der übrigen Zeit eine deutlich geringere oder keine Leistungsaufnahme gegenüber steht, ist alternativ zum Jahresleistungspreissystem eine Abrechung auf Basis von Monatsleistungspreisen möglich. Die Monatsleistungspreise betragen ein Sechstel der Jahresleistungspreise für die hohe Benutzungsdauer, hinzu kommen die entsprechenden Arbeitspreise, die aus dem gültigen Preissystem (Preisblatt 1) für die jeweilige Netzebene hervorgehen.

Für Kunden im Niederspannungsnetz ohne ¼-h-Lastgangzählung (Kunden ohne Leistungsmessung) gilt das Preisblatt 2, sofern die Leistung von 30 kW oder die Jahresarbeit von 100.000 kWh nicht überschritten werden.
 

Reservenetzkapazität für Kunden mit Erzeugung

Kunden, die Eigenerzeugungsanlagen betreiben, können für den Ausfall ihrer Anlage Reservenetzkapazität bestellen. Diese kann bis zur Höhe der Engpassleistung der Anlage für ein Jahr bestellt und muss unabhängig von ihrer Inanspruchnahme bezahlt werden. Spätester Bestelltermin ist der 01. Dezember für das darauffolgende Jahr. Die Preise hierfür finden Sie auf Preisblatt 3.
 

Messung und Zähldatenbereitstellung

Die Preise für die Messung und Zähldatenbereitstellung hängen von der technischen Auslegung des Netzanschlusses und der Mess- und Zähleinrichtung ab. Die Messeinrichtung entspricht den eichgesetzlichen Vorschriften und steht im Eigentum des Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim. Entsprechende Preise finden Sie im Preisblatt 4.
 

Blindarbeit

Im Rahmen der Systemdienstleistungen wird Blindarbeit bis zu einem gewissen Leistungsfaktor zur Verfügung gestellt. Wird über diese Grenzen hinaus, siehe Preisblatt 1, Blindarbeit bezogen, wird diese zusätzlich in Rechnung gestellt.
 

Konzessionsabgabe

Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der jeweils geltenden Konzessionsabgabenverordnung und nach den mit der betreffenden Gemeinde bzw. Stadt vereinbarten Abgabesätzen. Diese Abgabe ist nur im Preisblatt 6 enthalten. In allen anderen Preisblättern ist die Konzessionsabgabe nicht enthalten und wird zusätzlich verrechnet
 

Aushilfsenergie/ Notstrom

Sollte wider Erwarten der Lieferant die Stromversorgung des Kunden nicht sicherstellen können, ist das Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim bereit, Aushilfsenergie zu liefern, um die unterbrechungsfreie Stromversorgung des Kunden zu gewährleisten.

Die Lieferung der Aushilfsenergie für Kunden mit Leistungsmessung erfolgt längstens für einen Monat nach Ausfall der Stromlieferung durch den Lieferanten. Hat der Kunde in dieser Zeit keinen neuen Lieferanten gefunden, ist das Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim im Einzelfall bereit, die Versorgung im Rahmen einer Notstromlieferung aufrecht zu erhalten.

Preise hierfür finden Sie im Preisblatt 5.

Für Kunden ohne Leistungsmessung übernimmt das Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim die Weiterversorgung der Kunden für die Dauer von höchstens drei Monaten. Hat der Kunde bis dahin keinen neuen Lieferanten gefunden, wird das Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim die Lieferung nach den Bedingungen des allgemeinen Tarifes aufnehmen, sofern der Kunde die Versorgung durch die Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim nicht schriftlich ablehnt. Die entsprechenden Preise finden Sie im Preisblatt 6.
 

Bilanzausgleich

Der Bilanzausgleich für Kunden mit Leistungsmessung liegt i. d. R. im Verantwortungsbereich des Übertragungsnetzbetreibers, der EnBW Transportnetze AG. Diese Ausgleichsenergie kann jedoch auch, auf Anfrage, von dem Elektrizitätswerk Müller Tauberrettersheim bereit gestellt werden.

Bei Kunden ohne Leistungsmessung ergeben sich die Mehr-/ Minderbezugsmengen aus der Differenz zwischen der vom Lieferanten gemäß Fahrplan nach Lastprofil eingespeisten und der tatsächlich bezogenen Energie. Die entsprechenden Preise, Preisblatt 7, beziehen sich lediglich auf die mehr oder minder gelieferten Energiemengen. Die Netznutzung wird nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet.
 

KWK- Modernisierungs- Gesetz (KWKModG)

Zur Finanzierung der Förderung bestehender und neu errichteter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie der Brennstoffzellentechnologie hat der Gesetzgeber beschlossen, die Nutzung des Netzes zu belasten. Die Höhe der Belastung (Umlagen aus dem KWKModG) richtet sich zum Einen nach dem Jahresverbrauch der einzelnen Abnahmestelle und zum Anderen nach der Branche und den Stromkosten im Verhältnis zum Umsatz. Preise hierfür stehen im Preisblatt 8.

Die derzeit gültigen Preise sind Stand 01.01.2005 und nach dem Kalkulationsleitfaden der VV II Plus berechnet. Die Umsatzsteuer (derzeit 16%) und künftige die Netznutzung betreffende Abgaben werden mit dem jeweils geltenden Satz auf alle Preise aufgeschlagen.

Berechnungsleitfaden

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Zur Bestimmung der Entgelte für eine konkrete Netznutzung bei einem Kunden mit Leistungsmessung sind im allgemeinen folgende Kundendaten erforderlich:

  • Maximalleistung P in kW (Jahreshöchstlast als ¼-h-Mittelwert)
  • Jahresarbeit W in kWh (Summe der verbrauchten Energiemenge im Jahr)
  • Ort und Netzebene des Kundenanschlusses (Entnahmestelle)
  • Bei Kunden mit Eigenerzeugung: evtl. angemeldete Reservenetzkapazität

Aus dem Quotient der Jahresarbeit W und der Maximalleistung P wird die Jahresbenutzungsdauer T errechnet. Auf Grund des Ergebnisses (<= 2500 h/a oder > 2500 h/a) sind die entsprechenden Spalten im Preisblatt 1 auszuwählen. Dort sind für jede Entnahmespannungsebene ein Jahresleistungspreis und ein dementsprechender Arbeitspreis angegeben.

Das Netznutzungsentgelt ergibt sich aus der Summe der Einzelmultiplikationen des Jahresleistungspreises mit der Maximalleistung P sowie des Arbeitspreises mit der Jahresarbeit W.

Für die Reservenetzkapazität gilt ein jährlicher Leistungspreis (€/kWa) in Abhängigkeit von der Dauer der jährlichen Reserveinanspruchnahme (h/a) und der Entnahmenetzebene des Netzkunden. Entsprechende Preise sind im Preisblatt 3 abgebildet.

Im Rahmen der Systemdienstleistungen wird Blindleistung, in Abhängigkeit der Höhe der Leistungsentnahme des Kunden, bis zu einem definierten Leistungsfaktor zur Verfügung gestellt. Wird über diese Grenzen hinaus, siehe Preisblatt 1, Blindarbeit bezogen, wird diese durch geeignete Messgeräte erfasst und zusätzlich in Rechnung gestellt.

Für Kunden im Niederspannungsnetz mit einer Maximalleistung kleiner gleich 30 kW und einer Jahresenergiemenge kleiner gleich 100.000 kWh wird im Normalfall auf eine ¼-h-Lastgangzählung verzichtet. Da das Entnahmeverhalten dieser Kunden somit nicht bekannt ist, erfolgt die Einspeisung anhand repräsentativer Standardlastprofile. Für diese Kunden gilt ein reiner Arbeitspreis, der im Preisblatt 2 abgebildet ist.

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